„EMU 6 Day World Trophy" ist die korrekte Bezeichnung des Laufes über 144 Stunden. In diesem Rennen geht es darum, innerhalb von 6 Tagen möglichst viele Kilometer zu schaffen, also möglichst lange auf der Strecke zu sein, möglichst viel zu laufen, möglichst alle körperlichen und mentalen Durchhänger ideal zu managen, mit dem Wechsel von Tag und Nacht, Sonne, Wind und Regen gut umzugehen und - man glaubt es kaum - die Woche zu genießen. Es ist eine ganz eigene Disziplin, die nur sehr gutwillig mit einem 24h-Lauf zu vergleichen ist, da der Umgang mit Müdigkeit, die Wahl der richtigen Ernährung und der gekonnte Umgang mit Krisen eine neue Dimension erreicht.

Wenn der Lauf im allgemeinen und der Lauf in Ungarn im besonderen nicht etwas ganz spezielles, mystisches hätte, wäre es unvorstellbar, dass es einen Kern von Läuferinnen und Läufer aus Deutschland gibt, die Jahr für Jahr an den Balaton pilgern, um sich dort einmal so richtig zu verausgaben. Zu den Leuten gehört Ruth Jäger, JSK Rodgau, die dieses Jahr bereits das 5. Mal teilnahm.

Die Stecke auf dem Campingplatz in Balatonfüred in Ungarn, war 926 m lang, teilweise leicht bergauf und bergab. Eine kleine Steigung über ca. 8m Länge war für die meisten Läufer spätestens nach zwei Tagen, nur zu gehen. Die Wege sind asphaltiert und gut zu laufen, teilweise sonnig und teilweise schattig. Die Läufer sind in Ferienhäusern entlang der Strecke untergebracht.

Ruth Jaeger 6 Tage Lauf Balaton 03Der Lauf ist gut organisiert. So gibt es eine große Verpflegungsstelle mit allem was das Läuferherz begehrt. Helfer sind rund um die Uhr beschädtigt, das Buffet ständig gut gefüllt zu halten.
Zum Frühstück gibt es morgens um 8 Uhr z.B. Rühreier, Grießbrei, Reisbrei, French Toast, süße Nudeln, mittags und abends gibt es abgepacktes Essen aus dem Restaurant. Ein leckeres Mitternachtssüppchen verführt dazu, auch noch in der Nacht zu laufen. Ein grandioser Sternenhimmel in den ersten Nächten belohnte zusätzlich, eine hungrige Füchsin suchte nach etwas Essbarem, und viele, aber scheue Katzen huschten über den Platz.

Schlafen, essen und laufen, bzw. gehen bestimmt den Alltag während der 6 Tage. Die Gefühle wechseln innerhalb einer Minute, wie man so schön sagt, von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Die ständige Müdigkeit lässt die Frage aufkommen, warum man das eigentlich macht? Viele interessante Gespräche mit Mitläufern verkürzen die Zeit, die Gemeinschaft der „Ultras“ wächst immer mehr zusammen.

Nach zwei Tagen mit angenehmem Laufwetter mit Sonne und Wolken folgte ein sehr stürmischer Tag, der nachts mit einem heftigen Gewitter endete. Tag drei bis sechs regnete es fast durchgehend. Das machte nicht nur psychisch sondern auch physisch zu schaffen: Blasen an den Füßen, sowie Zerrungen waren an der Tagesordnung. Jedoch geteiltes Leid ist halbes Leid, und wenn man sich nach 144 Stunden mit Tränen der Erleichterung und Freude, und einem gewissen Stolz über die erarbeitete Leistung in den Armen liegt, kann man von geteilter Freude, die zur doppelten Freude wird, sprechen. Für den abschließenden Sprung in den Plattensee war es dieses Mal allerdings zu ungemütlich kühl.

Ruth Jaeger 6 Tage Lauf Balaton 01

Ruth Jäger, JSK Rodgau, erlief in 6 Tagen 464,337 Kilometer und errreichte mit 147 Kilometern Vorsprung den ersten Platz ihrer Altersklasse W65. Von insgesamt 96 Startern wurde sie 49. , und von 27 Frauen 14. Läuferin.

Foto Copyright: Szilvia Öszi (http://www.emusport.hu/hu/6dayrace)

Nach einem nächtlichem Wintereinbruch zeigte sich der Weiltalweg-Landschaftsmarathon von Schmitten/Arnoldshain nach Weilburg im Hochtaunuskreis am vergangenen Sonntag in weißem Gewand. Trotz dieser Wetterkapriolen mitte April standen Lorenz Köhl und Ruth Jäger von der Langlaufabteilung des JSK Rodgau in Schmitten, wo sieben Zentimeter Neuschnee gefallen waren, an der Startlinie zur 17. Auflage des Weiltalmarathon. Der frühe Sonnenschein sorgte dafür, dass die Strecke weitestgehend schneefrei und fest war, sodass bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt einem außergewöhnlichen Laufvergnügen durch den landschaftlich reizvollen Naturpark Taunus nichts im Wege stand.

„Unmittelbar nach dem Start setzten wir uns als Vierergruppe vom restlichen Marathonfeld ab,“ erzählte Lorenz Köhl. „Ich konnte beständig den Druck erhöhen, sodass ich mich aus dieser Gruppe nach Kilometer 14 lösen und die Führung übernehmen konnte.“, so der 54-jährige Rodgauer.

Lorenz Koehl Weiltalmarathon Foto Copyright: Helmut Serowy

Diese gab der erfahrene Ausdauerathlet bis zum Ziel nicht mehr her und konnte die letzten 10 km sogar in 40 Minuten absolvieren, sodass Lorenz Köhl mit einem Vorsprung von vier Minuten auf den Zweiten die Gesamtwertung des Weiltalmarathons in 2:48:41 Std. gewann. Seit 2014 nimmt Lorenz Köhl jährlich an der Veranstaltung teil, da er, wie er selbst sagt, die Streckenführung sehr kurzweilig findet und ihm das Bergauf-Laufen liegt. In den vergangenen Jahren konnte er bereits 3x seine Altersklasse gewinnen, der diesjährige Gesamtsieg setzt dem Ganzen jedoch die Krone, auf zumal gerade einmal fünf Marathonläufer über die Distanz von 42,195 Kilometer unter der 3-Stunden-Marke blieben.

Auch Ruth Jäger war von den Langläufern des JSK Rodgau mit dabei. Die Ultramarathonspezialistin nutzte den Weiltalmarathon als Vorbereitung für ihren Start beim 6-Tage-Rennen in Ungarn und erreichte erfolgreich in 5:30:40 Std. das Ziel und belegte Platz Zwei ihrer Altersklasse W65.

Wer mehr über den Weiltalmarathon lesen möchte findet eine umfangreiche Reportage im online Laufjournal www.laufreport.de hinter diesem Link.

Foto Copyright: Helmut Serowy

Im Dezember richtet die Langlaufabteilung traditionsgemäß den Nikolauslauf der Rodgauer Grundschulen aus. Ab 13:30 Uhr gingen 120 Dritt- und Viertklässer an den Start ihrer 2,5 km langen Strecke.

winterlauf 2 durchgang nikolauslauf

Die Siegerehrung der Schülerläufe war im vollen Gange, da fiel der Startschuss für den zweiten Durchgang der Rodgauer Winterlaufserie. Die Strecke durch Temperaturen um den Gefrierpunkt überwiegend fest und gut zu belaufen, sieht man von den Abschnitten nahe des Weichsees ab, der aufgrund der ergiebigen Regenfälle der vergangenen Tage den Wald flutete und das Wasser seinen Weg auch auf die Laufstrecke fand.

Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach) hatte für einen Tagesstart gemeldet und erreichte als Sieger in 32:17 min das Ziel im Maingau-Energie-Stadion. Bei den Frauen war siegte Petra Wassiluk (Team Main-Lauf-Cup) in 38:02 min. Knapp 340 Teilnehmer wurden im Ziel registriert, wovon 16 unter der 35-Minuten-Marke blieben.

winterlauf 2 durchgang Ende Stadionrunde

Einen Bericht über den zweiten Durchgang gibt es unter www.laufreport.de ebenso eine Fotogalerie.
Der dritte Durchgang der 38. Rodgauer Winterlaufserie findet am 06. Januar statt. Wer gleich zu Jahresbeginn eine schnelle Zeit laufen möchte kann sich für einen Tagesstart unter www.maxx-timing.de anmelden. 

19 Frauen und 63 Männer waren bei fast schon hochsommerlichen Temperaturen und purem Sonnenschein am Start des Halbmarathons beim WUMBOR-Lauf am Sonntag den 06. Mai. Drei Läufer der JSK Rodgau schnitten dabei äußerst erfolgreich ab. Lorenz Köhl als Gesamtsieger des Halbmarathons in 1:22 Stunden war hochzufrieden. Sein Ziel, unter 1:24 Stunden zu bleiben, hatte er damit übertroffen. Der Zweitplazierte des Halbmarathons kam erst gut vier Minuten später ins Ziel.

 wumbor lauf 2018 sieger

Überrascht und erfreut zeigten sich Otmar Klinger (Lauftreff JSK Rodgau), der mit 1:56 Stunden die Altersklasse M 60 gewann, und Klaus Wiederspahn mit 1:57 Stunden als Sieger seiner Altersklasse (M 65).

Am vergangenen Samstag fand nunmehr im 38. Jahr die Rodgauer Winterlaufserie ihren Auftakt. Bei bestem Laufwetter - trockene Strecke und Temperaturen um die 15°C - erreichten 353 Teilnehmer das Ziel im Maingau Energie Stadion. Seit Jahren sind es die Teilnehmer gewohnt auf der Tartanbahn im Stadion ins Ziel zu laufen und die kurzen Wege zwischen Umkleide, Duschen und Verpflegung schätzen sie sehr. In diesem Jahr fand jedoch auch der Start auf der Tartanbahn im Maingau Energie Stadion statt. Die Langlaufabteilung des JSK Rodgau ging hier auf die Wünsche der Teilnehmer ein, welche im Rahmen einer Umfrage im Februar diesen Jahres verlauten ließen, dass sie gerne einen Rundkurs inkl. eines Startes im Stadion hätten.

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Am Wettkampftag war Christophe Krech (TV Schriesheim), der erst kürzlich nach Darmstadt gezogen ist, schnellster Teilnehmer und siegte bei der Auftaktveranstaltung in 32:14 min. Ihm folgte mit Julius Hild (SSC Hanau-Rodenbach) ein beständiger Serienteilnehmer in 32:23 min, vor Tobias Zöller (Triathlon Team DSW Darmstadt) in 32:44 min mit Platz 3.

Seit 22 Jahren startet Kerstin Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach) bei der Rodgauer Winterlaufserie und mit ihrer Zeit von 37:39 min legte sie bei der Auftaktveranstaltung den Grundstein für einen weiteren möglichen Sieg in der Serienwertung. Als zweite Frau erreichte Franziska Baist (SKG Bad Homburg) in 38:29 min das Ziel, vor der drittplatzierten Nadja Heininger (TSG Kleinostheim) in 39:28 min. 

Immer wieder aufs neue finden Stars und Sternchen der Lauf- und Triathlonszene ihren Weg in den Rodgau für ein sportliches Kräftemessen auf der bestenlistenfähigen Strecke der Rodgauer Winterlaufserie. Wenig verwunderlich, dass der aktuelle Serien Rekord bei den Männern (1:31:22 Std.) von Olympionik Julian Flügel gehalten wird und bei den Frauen die Profi Tria-/Duathletin Jenny Schulz die schnellste Zeit (1:47:57 Std. ) für sich verbuchen kann.  

Nach dem Lauf wurde von den Teilnehmern, welche bis in die Dunkelheit im beheizten Festzelt saßen, das Kuchenbuffet gelobt und von Heikes frisch gebackenen Waffen - diesmal acht verschiedene Sorten - wurde in den höchsten Tönen geschwelgt.

WLS16 17 Nov 01

Einen Bericht über die Auftaktveranstaltung hat Markus unter www.laufreport.de veröffentlicht, Fotos gibt es unter www.lauf-fotos.de und Thomas hat ein Video online gestellt. 

Der zweite Durchgang der 38. Rodgauer Winterlaufserie findet am 02. Dezember statt. Wer noch nicht für die Serie gemeldet hat oder lediglich einen Einzelstart möchte kann sich unter www.maxx-timing.de anmelden. 

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